HNO-Praxiszentrum Prien
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Allergische Erkrankungen

Allergische Erkrankungen sind in den letzten Jahrzehnten zu einer Volkskrankheit geworden und gehören zu den häufigsten Erkrankungen des Menschen überhaupt.
In den industrialisierten Ländern leidet heute mehr als ein Viertel der Bevölkerung unter allergischen Symptomen.

Etwa 10-20% der Bevölkerung leiden an einer saisonalen allergischen Rhinitis ("Heuschnupfen"), 10-15% an einer ganzjährig bestehenden allergischen Rhinitis, 10-12% an einer Neurodermitis sowie 1-2% an einer Kontaktdermatitis.

Allergien gegen Tierhaare sind ebenfalls im Zunehmen begriffen.
In der Regel entwickeln sich allergische Erkrankungen in der Kindheit sowie im frühen Erwachsenenalter.

Erkrankungen des allergischen Formenkreises treten selten isoliert auf, sie sind vielmehr häufig kombiniert mit anderen Kankheitsbildern oder treten nacheinander in bestimmten Entwicklungsphasen auf. Die Neurodermitis wird in in etwa 40% von einer saisonalen Rhinitis, in weiteren 25% von einer ganzjährigen Rhinitis oder einem Asthma bronchiale gefolgt. Prospektive Untersuchungen haben gezeigt, dass die Rhinitis dem Asthma in der Regel vorausgeht und dass etwa 40% der Patienten mit einem allergischen Heuschnupfen über einen Zeitraum von 10 Jahren Asthmasymptome entwickeln ("Etagenwechsel").

Bei der Entstehung einer Erkrankung des allergischen Formenkreises spielt offensichtlich die Vererbung eine bedeutende Rolle.
Die familiäre Disposition ist der stärkste disponierende Faktor für die Entwicklung aller allergischen Erkrankungsformen.

Daneben werden andere "adjuvante", d.h. unterstützende Faktoren diskutiert:
1. Ausmaß und Art der Allergenexposition: hohe Konzentrationen von Innenraumallergen (Hausstaubmilben, Katze) erhöhen das Allergierisko gegen diese Allergene
2. Virale oder bakterielle Infektionen: frühkindliche Infektionen scheinen vor der Allergieentwicklung zu schützen. Andererseits lösen virale Infekte häufig eine Asthma aus.
3. Umweltfaktoren: Passivrauchen ist mit gehäuften Infekten im Kindesalter korreliert. Dieselrußstoffe werden z.T. für Erkrankungen an den Atemwegen verantwortlich gemacht. Die Bedeutung von SO2, Schwebstäuben oder Ozon als allergieauslösende Faktoren ist bisher unbewiesen.
4. Stillen hat zumindestens einen vorübergehenden schützenden effekt bis etwa zum dritten Lebensjahr.

Insgesamt ist die Prävalenz allergischer Erkrankungen in den Industrieländern in den letzten Jahrzehnten eindeutig gestiegen. Schätzungen gehen davon aus, dass pro Jahrzehnt etwa eine Verdoppelung der Erkrankungsmanifestationen eingetreten ist.

Die Diagnostik der allergischen Erkrankungen erfolgt durch die Erhebung der Krankengeschichte des Patienten, wobei hierdurch schon häufig eine Eingrenzung des auslösenden Agens gelingt. Des weiteren werden verschiedene Hauttests (Reibtest, Scratchtest, Pricktest, Intracutantest, Epicutantest) sowie spezielle Blutuntersuchungen durchgeführt.

Eine weitere Sicherung der Diagnose kann durch sogenannte Provokationstests erfolgen. Allergenapplikation an der Schleimhaut, z. B. die der Nase, führt im Falle einer positiven Reaktion zu eindeutigen Reaktion, z.B. Rötung, Naselaufen oder Niesen.

Therapie allergischer Erkrankungen
Die wesentliche Maßnahme in der Behandlung der allergischen Erkrankungen besteht in der Vermeidung der allergieauslösenden Faktoren.
Beim Heuschnupfen z. B. ist dies in der Regel nicht möglich, sodaß auf Maßnahmen medikamentöser Art zurückgegriffen werden muß, die zu einer Linderung der Symptome führen. Hiermit ist z. B. die Gabe bestimmer Sprays, Augentropfen oder Antihistaminika gemeint.

Mit der sogenannten Hyposensibiliserung verfügen wir über ein therapeutisches Konzept, mit dem es häufig gelingt, die allergische Erkrankung zu einem wesentlichen Teil in der Auspägung der Symptome zu lindern oder sie ganz auszulöschen.

Wir sprechen hier von einer "Spezifischen Immuntherapie". Diese spezifische Immuntherapie kann entweder als Langzeittherapie über einen Zeitraum von etwa 3 Jahren oder als Kurzzeitimmuntherapie vor Beginn der Allergiesaison erfolgen.

Komplementäre Methoden in der Allergiebehandlung

1. Klassische Naturheilverfahren:
Hier sind zu nennen die Hydrotherapie ( z.B. Anwendungen nach Kneipp, z.B. Armguß, Brustguß, Gesichtsguß), Bewegungstherapie, Ernährungstherapie, Phytotherapie, Symbioselenkung und mikrobiologische Therapie, Immunmodulation, Eigenbluttherapie, Sauerstofftherapie, ausleitende Therapieverfahren.

2. Traditionelle chinesische Medizin:
Die Ursprünge der traditionellen chinesischen Medizin reichen ca. 4000 Jahre zurück. Es handelt sich hierbei um um ein energetisches System, mit dem es gelingt, Störungen des Organismus zu balancieren.
Neben der klassischen "Nadelung" (Akupunktur), gehören auch die Phytotherapie sowie die chinesische Bewegungstherapie zu diesem Behandlungskonzept.

3. Klassische Homöopathie:
Das Therapiekonzept geht zurück auf den deutschen Arzt Samuel Hahnemann und basiert auf der Simileregel ("Gleiches wird durch Gleiches geheilt"), auf der Arzneimittelprüfung am Gesunden und der Anwendung hochverdünnter ("potenzierter Arzneimittel"): Hierbei kommen Arzneimittel pflanzlichen, mineralischen und tierischen Ursprungs zur Anwendung.

4. Energetische Therapieverfahren
Kinesiologie, Bioresonanztherapie

5. Anthroposophische Medizin

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