HNO-Praxiszentrum Prien
HNO-Praxiszentrum Prien

Eilfall Hörsturz

Plötzlicher Hörverlust und Rauschen im Ohr

Der Hörsturz ist eine Funktionsstörung des Innenohres und tritt meist ohne erkennbare Ursachen von einem zum anderen Moment auf. Plötzlich kann man auf einem oder beiden Ohren nur noch sehr schlecht oder gar nicht mehr hören.
Die Betroffenen berichten von einem dumpfen Geräusch, das auch durch ein Pfeifen oder Schwindelgefühl begleitet werden kann.


Ursachen für den Hörsturz

Die Ursachen für einen Hörsturz konnte die medizinische Forschung bislang noch nicht abschließend klären. Man geht davon aus, daß dem Hörsturz ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren zu Grunde liegt. Eine Durchblutungsstörungen im Innenohr ist wohl die häufigste Ursache für einen Hörsturz. Was passiert, wenn das Ohr nicht ausreichend durchblutet wird und daher mangelhaft mit Sauerstoff versorgt ist? Im Innenohr sitzen die für das Hörempfinden zuständigen Hörzellen, die auch Haarzellen genannt werden. Geräusche von außen erzeugen in diesen Zellen ein elektrisches Signal, das über Nervenfasern an das Hörzentrum im Gehirn weitergeleitet wird. Wenn nun die Durchblutung der kleinen Blutgefäße im Innenohr nur noch unzureichend oder gar nicht mehr funktioniert, werden die Hörzellen nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Dies verursacht eine Schädigung, die das Hörvermögen erheblich mindert. Seltenere Ursachen können auch Erkrankungen der Halswirbelsäule oder des Kiefergelenks sein.
Risikofaktoren, die auch zur Entstehung eines Hörsturzes beitragen können, sind Übergewicht, erhöhte Blutfettwerte, Herzerkrankungen, Blutdruckschwankungen, sowie nervlich belastende Situationen und Stress.


Häufigste Spätfolge: Tinnitus

Wird der Hörsturz nicht unmittelbar behandelt, ist der Tinnitus -ein permanent anhaltendes Pfeifen oder Rauschen im Ohr- die häufigste bleibende Spätfolge. Schlimmstenfalls kann das Hörvermögen nicht wiederhergestellt werden. Deshalb ist es äußerst wichtig das der Patient schnell ärztliche Hilfe in Anspruch nimmt.




Schnelle Diagnose-große Heilungschancen

Es besteht zwar die Möglichkeit, dass ein Hörsturz auch ohne Behandlung heilt. Trotzdem sollte der Patient sofort einen Hals-Nasen-Ohrenarzt aufsuchen, wenn er unter einem plötzlichen Hörverlust oder einem dumpfen Rauschen im Ohr leidet. Es muss unverzüglich festgestellt werden, ob es sich wirklich um einen Hörsturz handelt oder auch eine andere Erkrankung bzw. Verletzung vorliegt.

Hierfür ist es unbedingt notwendig, verschiedene Hörprüfungen durchzuführen, um den tatsächlichen Schädigungsort herauszufinden. Mit Hilfe eines Tonaudiogramms, der Messung von sogenannten otoakustischen Emissionen und auch der Ableitung von Hirnströmen kann der HNO-Arzt eine sichere Diagnose stellen. Hiervon hängt dann auch entscheidend die richtige zu wählende Therapie ab.
Wird die Durchblutung des Innenohres beim Hörsturzpatienten schnell wiederhergestellt, erholen sich die Haarzellen in den meisten Fällen. Das bedeutet: Die Heilungschancen sind umso größer, je früher mit der Behandlung begonnen wird.


Therapieempfehlungen bei Hörsturz

Für die Behandlung des Hörsturzes stehen verschiedene Methoden zur Verfügung. Hörsturz ist nicht gleich Hörsturz. Welche die richtige Therapie für sie ist, müssen sie gemeinsam mit Ihrem behandelnen Arzt entscheiden. Sämtliche individuelle Voraussetzungen und Gegebenheiten müssen hier berücksichtigt werden.

Bei der Infusiontherapie erhält der Patient für bis zu zehn Tage intravenös das Blut verflüssigende und durchblutungsfördernde Lösungen. Zusätzlich zu dieser Blutverdünnung werden auch andere Medikamente wie z. B. Kortison gegeben. Es wird so versucht die Durchblutung der Mikrogefäße im Ohr zu fördern und das Hörvermögen zu verbessern.

Kommt es nicht zu einer zügigen Beschwerdebesserung, so sind im Einzelfall auch andere Therapieverfahren empfehlenswert.
Hervorzuheben ist hier zum einen eine gezielte elektrophysiologische Stimulation zur gerichteten Auslösung von Aktionspotentialen der erkrankten Sinneszellen. Auch eine Akupunkturbehandlung kann in ausgewählten Fällen in das Therapiekonzept erfolgreich aufgenommen werden.

Auch sollten möglicherweise vorhandene Mangelzustände von Vitaminen Enzymen, oder Spurenelementen im Körper beachtet werden.

Praxishauptsitz:

Hochgernstr. 14
83209 Prien am Chiemsee

 

Terminvereinbarungen für Prien unter

08051 - 961820

 

 

Filiale:

Herrengasse 7

83512 Wasserburg am Inn

 

Terminvereinbarungen für Wasserburg unter

08071 - 922650

HNO-Bereitschaftsdienst

Außerhalb der Sprechzeiten ist ein HNO-Arzt des Landkreises immer über die Telefonnummer erreichbar:

0171 4061745

Druckversion Druckversion | Sitemap
© HNO-Praxis